Reisebericht 23.7.-31.7.17

Bianca und Patrick

wirsindda  

 

23. Juli 2017

Start Julitransport am Sonntag 23.07.2017. Nach einer problemlosen Fahrt erreichten wir unser Ziel am Abend gegen 21 Uhr. Direkt nach der Ankunft aktualisierten wir unsere lange und umfangreiche "to do" Liste für den darauf folgenden Tag.

24. Juli 2017

Der heutige Tag begann mit dem Einkauf von zusätzlichen Hundefutter. Als erste zu versorgende Station stand heute die Tötung Bonyhad auf dem Programm. Zuerst wurden alle Hunde begrüsst und mit einem Leckerli überrascht. Dann ging es ans ausladen vom Transporter. Sämtliche mitgebrachte Futter- und Sachspenden wurden sortiert und verstaut.
Anschliessend begonnen wir unsere Liste abzuarbeiten. Neue und aktuelle Fotos und Videos mussten gemacht werden. Fragen von Interessenten, wie z.B. die genaue Grösse oder das Verhalten musste ebenfalls dokumentiert werden.
Unsere Arbeit dauerte länger als geplant, da es leider wieder sehr viele Neuzugänge in der Station gab. Auch diese mussten beurteilt und fotografiert werden um sie später auf unsere Homepage einfügen zu können.
Abschliessend gab es für einige wasserliebende Hunde eine Dusche der Extraklasse. Was für ein riesen Spass und Abkühlung für die Hunde.
Am Abend werden nun noch alle Bilder, Informationen und Verhaltensbeurteilungen sortiert, aufgearbeitet und versendet. Gemeinsames Nachtessen und Besprechung der Arbeiten für morgen, danach wollen alle nur noch eins: schlafen.

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25. Juli 2017

Heute Dienstag 25.7.2017 stand wiederum eine lange to do Liste in unserem Programmheft. Um unsere Arbeit zeitgerecht erledigen zu können, starteten wir bereits sehr früh Richtung Tötungsstation. Auf dem Weg dorthin sahen wir auf der Schnellstrasse einen orientierungslosen, ständig hin und her laufenden ca. 6 Wochen alten Kater. Kurzerhand hielten wir mit Warnblinker mitten auf der Strasse. Uns gelang es den Kater sehr schnell einzufangen und ausser Lebensgefahr zu bringen.
Nach der Erstversorgung mit Futter und Wasser machten wir uns auf direktem Weg zum Tierarzt. Auf der Suche nach einer Unterbringung organisierte die Stationsleitung einen spontanen Pflegeplatz. Als Dank dafür kauften wir das benötigte Futter für 2 Monate im voraus.

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Zurück in der Tötung begannen wir unser Arbeitsprogramm abzuarbeiten. Kurz darauf erhielt die Stationsleitung den nächsten Notruf. Sofort machten wir uns auf den Weg um einen angefahrenen, schwer verletzten Hund zu retten. An der gemeldeten Unfallstelle angekommen konnten wir bei der sofortigen Suche keinen Hund finden. Trotzdem suchten wir mehrmals die gesamte Gegend nach dem verletzten Hund ab. Leider blieb dies erfolglos und wir mussten zurück zur Versorgung der anderen Hunde in der Station. Dort angekommen konnten wir die Hunde versorgen und unsere Liste mit Verspätung abarbeiten.

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26. Juli 2017

Heute begannen wir einen verhältnismässig ruhigen Tag. Der Besuch und die Verteilung der Sachspenden auf Marlous Gnadenhof stand an. Viele neue gerettete Hunde, die aus illegalen Zuchten und Beschlagnahmungen auf dem Gnadenhof ihren vorübergehenden Schutz gefunden haben, wurden begrüsst. Wir verbrachten einige Zeit auf ihrem Hof und beendeten den Besuch mit einem gemeinsamen Abendessen am See.
Am Abend werden noch die eingegangenen E-Mails bearbeitet.

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27. Juli 2017

Unser Tag begann heute mit dem zusätzlichen Futterkauf für die Stationen in Kaposvár und Nagyatád, die wir morgen besuchen werden. Anschliessend verbrachten wir unseren Tag in der Station in Bonyhád und unterstützten die Tierheimleitung bei ihren täglichen Arbeiten.
Die Zwinger wurden sauber gemacht, Näpfe und Schalen gewaschen, Futter zubereitet, weitere Videos gedreht und viele Streicheleinheiten verteilt.
Wenn man die Arbeiten in der Station hautnah selbst erlebt, bekommt man einen Eindruck davon, was die Mitarbeiter vor Ort jeden Tag zu leisten haben.

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Katzentest-Katze Cili

Die liebe Cili wohnt schon lange im Tierheim, sie darf sich hier frei bewegen. Die hundeerfahrene Katze kennt die Prozedur längst: den "Katzentest". Ein Hund wird an der Leine gebracht und es wird geschaut, wie er auf Katzen reagiert. Ist er gar nicht interessiert oder will er Cili gleich fressen? Auch wenn ein Hund zunächst still hält: Cili weiss es besser und guckt entweder gelangweilt weg oder verzieht sich unauffällig. Wenn wir ankommen ist Cili stets zur Begrüssung da und selbstverständlich erhält sie sofort ausgiebig Streicheleinheiten und eine Extraportion bestes Futter.

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28. Juli 2017

Heute Morgen starteten wir in Richtung Kaposvar. Dort machten wir unseren ersten Halt an der Tötungsstation. Futter und Sachspenden wurden ausladen und weiter ging es. Stop beim Tesco, nochmals die Futtervorräte auffüllen. Von dort aus hiess das nächste Ziel Tierheim Kaposvar. Ebenfalls alle für diese Station mitgebrachten Sach- und Futterspenden ausladen. Schnell noch alle Hunde begrüssen und weiter ging es auch schon in das eine Stunde entfernte Nagyatad.

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Bei Erika angekommen erwarteten uns so viele neue Welpen die alle in den letzten Tagen gefunden wurden. Das Tierheim ist übervoll und platzt aus allen Nähten. Auch hier wurden die dringend benötigten Futterspenden ausgeladen.
Nach vielen Kilometern Landstrasse erreichten wir am Abend 18 Uhr unsere Pension in Bonyhad um alles dokumentierte aufzuarbeiten.

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29. Juli 2017

Heute begann der Tag mit den Vorbereitungen für die Rückfahrt. Als erstes wurden die Boxen zusammengebaut und im Transporter eingerichtet und verzurrt.

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Danach trafen wir unseren Partnerverein, die Pfotenhilfe Sauerland. Wir besichtigten gemeinsam unser neues Tierheimgelände. Anschliessend fuhren wir zusammen in die Tötung und erledigten dort weitere Aufnahmen für gemeinsame Filmprojekte. Dann stand auch schon die Abreise der Pfotenhilfe auf dem Programm. Die Hunde wurden eingeladen und machten sich auf die Reise in ihr neues Zuhause nach Deutschland.
Wir erledigten anschliessend die benötigten Einkäufe für die Rückreise.

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Einmal mehr wird ein streunender Hund gesichtet, das Tierheim wird durch die Polizei informiert und der Hund kann eingefangen und ins Tierheim gebracht werden.

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Am Abend wurden die Reisedokumente vorbereitet. Abschliessend freuen wir uns auf ein gemeinsames Abendessen mit den Stationsmitarbeiterinnen.

 

30. / 31. Juli 2017

Letzter Tag, abends Rückreise. Die Hunde werden noch einmal kurz spazieren geführt und dann eingeladen. Auch die Katzen werden in extra eigerichteten Boxen untergebracht. Die lange Nachtfahrt verläuft problemlos, auch die Zollformalitäten dauernd diesmal nicht so lange.

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Einige Adoptanten und auch Teammitglieder halten es nicht mehr aus, fahren viel zu früh los und warten auf die Ankunft der Hunde und Katzen. Übergabe der Tiere an ihre neuen Besitzer. Glückliche Gesichter, Freudentränen .... der schönste Teil der Tierschutz-Arbeit.

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1. August 2017

Nach über 30 Stunden Einsatz wird Aufräumen und Putzen auf den nächsten Tag verschoben. Bus ausräumen und innen und aussen putzen, Boxen waschen und desinfizieren, schmutzige Liegetücher entsorgen oder waschen, Futternäpfe reinigen ... und schliesslich den Bus wieder einrichten für die nächste Fahrt. Fehlende Leinen und Gschtältli, Putztücher und alles was gebraucht wird wieder ergänzen und einräumen. Erst jetzt ist diese Fahrt wirklich zu Ende.

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© Hundehilfe Ungarn 2014