Reisebericht 09.07.2018 - 16.07.2018  Astrid und Trix

Reisebericht Tag 1:

Um 5 Uhr morgens fahren wir los. Bereits nach dem Start der erste Schreck: Der Bus gibt ein lautes wummerndes Geräusch von sich sobald man Gas gibt. Um diese Zeit hat wohl noch keine Werkstatt geöffnet, wir beschliessen weiter zu fahren und notfalls den Pannendienst zu rufen. Nach einigen Stunden wurde das Geräusch schwächer und war zeitweise gar nicht mehr zu hören. Einige Staus, Polizeikontrolle ( alles bestens) und etliche kilometerlange Baustellen später kommen wir kurz vor 8 in Bonyhad an. Es regnet.

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Reisebericht Tag 2:

Wir fahren zur Tötung und werden am Eingang con Cili begrüsst. Glücklicherweise ist zuvorderst eine Schachtel mit Katzenfutter und Cili erhält Lachs. Dann Bus ausladen, Sachspenden sortieren, alles für Bonyhad versorgen, Bus wieder einräumen mit den Sachen die in die anderen Stationen kommen. Fotos und Videos gemacht, uns mit den Hunden beschäftigt und Leckerlis verteilt. Abends kommen Freunde vom Gnadenhof um Sachspenden abzuholen.

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Reisebericht Tag 3:

Wir fahren als erstes zu einer Werkstatt um den Bus zu überprüfen, aber es wird nichts gefunden. Das ominöse Geräusch ist nur noch zeitweise und schwach zu hören. Danach geht's zur Tötung für weitere Fotos und Videos. Ein kleiner Welpe ist neu hier, wenige Wochen alt. Am Sonntag gekauft, drei Tage später im Tierheim abgegeben. Er darf auf eine Pflegestelle ziehen. Kurze Zeit später bekommt Melinda ein Telefon, ein Hund wurde an der Strasse gefunden, an einer Kette angebunden. Er wird abgeholt und kommt ins Tierheim. Ein grosser, freundlicher Mix, er wedelt, ist lieb. Er erhält Futter und ein Spoton gegen Parasiten. Cili kommt schauen, wir machen gleich den Katzentest. Leider negativ,er mag keine Katzen. Cili nimmt's gelassen. Noch kurz beim neuen Tierheim vorbei, der Tierarztcontainer ist da.

Nachmittags geht's weiter nach Nagyatad. Wir beschliessen, gleich auf der Hinfahrt noch in Kaposvar vorbei zu fahren und die Sachspenden für Margit zu bringen. So kann auf dem Rückweg nur noch die Katzenfamilie eingeladen werden und die Nagyatadhunde müssen nicht noch länger in den Boxen warten. Langsam leert sich der Bus. Abends Ankunft in Nagyatad, Zimmer beziehen, Nachtessen, Schluss für heute.

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Reisebericht Tag 4:

Kurzes Frühstück und dann zum Tierheim wo wir Erika treffen. Sie kommt mit einem neuen Hund im Auto, gefunden zwischen zwei Dörfern, gechipt aber nicht registriert. Er ist sehr ängstlich und verschüchtert, bekommt zuerst einmal Futter und Wasser und kommt dann in einen behelfsmässigen Zwinger da bereits alles überbelegt ist. 

Weiter geht's mit Futter und Sachspenden ausladen, ein Teil kommt ins Tierheim, ein Teil zu Erika. Auch dort hat es viele Hunde die Futter brauchen. Und endlich: der Bus ist leer! Von den mitgebrachten Leckerlis werden einige gleich verteilt. 

Dann stürmen die schwarzen und kaum zu unterscheidenden M-Welpen Merlin, Mogli, Muffin und Murphy den Freilauf. Sie erhalten farbige Halsbänder damit man sie unterscheiden kann. Auch der Chip wird abgelesen, Fotos und Videos sollten gemacht werden. Das tönt viel einfacher als es wirklich ist: Die ganze Bande stürzt sich auf die Kamera, juhu, neues Spielzeug, Sekunden später ist die Linse versaut und wir auch. Still halten tun sie nie, freudig springen sie einem an, das Video endet irgendwo im nirgendwo. Dasselbe noch einmal mit den P-Welpen Pamel, Pedra, Paolo und Patro. Noch einige Hunde, wir treffen die schüchterne Shilah wieder. Sie ist seit Mai richtig aufgeblüht. Dann darf der Neue von heute morgen aus der Box. Er ist immer noch vorsichtig, lässt sich aber rufen und streicheln.

Erika erzählt uns, dass sie heute um ein Uhr morgens von der Polizei zu Hilfe gerufen wurden. Ein altes und völlig abgemagertes Pferd wurde zwischen zwei Dörfern ausgesetzt. Sie haben das Pferd ins nächste Dorf geführt und dort vorerst auf einer Weide untergebracht. Morgens wurde es mit einem Transporter in einen Pferdehof gebracht. Es ist ein Lipizzanerhengst mit Brandzeichen, er hat schwere Entzündungen, ansonsten scheint er noch recht fit zu sein. Wir fahren zum Pferdehof und warten auf den Tierarzt. Ein gefundenes Reh ist ebenfalls da und Albert, ein frecher kleiner Pekinese. Zwei junge Tierärztinnen kommen, richten provisorisch einen Tisch mit Material ein und behandeln das alte Pferd. Es erhält Antibiotika und Medikamente und muss morgen in die Pferdeklinik gebracht werden. Einmal mehr wird einfach das Tierheim als zuständig erklärt und übernimmt die Rechnung. Rückfahrt ins Hotel, Nachtessen, schlafen.

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Reisebericht Tag 5:

Auch heute geht es nach dem Frühstück direkt ins Tierheim. Zuerst werden die Fotos von Rozsi gemacht für die Einfuhrbewilligung. Rozsi hat eine angeborene Kurzrute, es braucht spezielle Fotos und Röntgenbilder damit sie in die Schweiz reisen darf. Man muss nachweisen, dass sie nicht kupiert ist. Wir versuchen diesmal, auch die schüchternen Hunde mit dem Messbrettchen zu fotografieren, manchmal gelingt es, manchmal nur mit Tricks und bei einigen gar nicht. Sie fürchten sich vor Stöcken. Kurze Fahrt zur ersten Pflegestelle, hier sind über zehn Hunde untergebracht, auch Bogi mit ihren Welpen ist hier und der blinde August. Die Hunde haben es sehr gut hier, alle sind zutraulich und freundlich. Unter Aufsicht dürfen auch andere Hunde in den Welpenzwinger und die Kleinen beschnuppern. Die können schon ganz schön knurren und sich wehren wenn ihnen einer zu nahe kommt. Weiter zur nächsten Pflegestelle, hier sind eigene Hunde und Zsömi. Das Tor ist offen und sie benutzt die Gelegenheit um eine Runde in den Strassen zu drehen, kommt aber nach kurzer Zeit zurück.

Weiter geht's zu Erika, die Sachspenden haben wir gestern in ihr Auto geladen, nun werden sie eingeräumt. Hier sind Grafit, Boni, die im Mai operiert wurde, Lolly mit dem zehenlosen Pfötchen und weiter neue und altbekannte Hunde. Und alle wollen bei Erika sitzen. Drinnen treffen wir die kleine Hündin vom Mai wieder. Sie ist nicht mehr ganz so ängstlich, aber immer noch kann sie nur von Ivett und Erika angefasst werden.

Relativ früh kehren wir heute ins Hotel zurück, das Thermometer zeigt 40°C. Abends dann noch kurzes Treffen 
mit Ivett. Sie war nach der Arbeit noch beim Pferd und hat ihm Medikamente gegeben. Dem Pferd geht es besser, es hat viel gefressen und scheint trotz allem recht zufrieden zu sein.

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Reisebericht Tag 6

Das Thermometer zeigt schon um 8 Uhr morgens 30°C im Schatten und wir beschliessen die Klimaanlage im Zimmer in Betrieb zu nehmen. Nach dem Frühstück wird der Bus für den Transport vorbereitet. Boxen mit Tüchern auslegen, anschreiben, Fenster abkleben damit die Hunde nachts nicht durch Scheinwerfer gestört werden.
Weiter ins Tierehim, dort hat bereits der übliche Tagesablauf begonnen. Zwinger um Zwinger dürfen die Hunde in den Freilauf, währenddessen wird geputzt, Futter und Wasser aufgefüllt. Wir schleppen etliche Kannen Wasser, die Futterschüsseln werden sauber gemacht und auch die Badewannen.

Kurze Unterbrechung, wieder steht ein Abgabehund vor dem Tor. Ein siebenjähriger Rüde, der Besitzer bringt ihn selber, er will ihn nicht mehr haben. Die beiden Foxis, die morgens noch separat im Behelfszwinger untergebracht waren, müssen wieder zusammenrücken damit der Neue Platz hat. Er will weder trinken noch fressen, ist verstört und weiss nicht was ihm geschieht. 
Die Hunde die als nächste rauskommen gehen sofort den Neuen anschauen. Alle sind freundlich zueinander.

Die Hundebadewanne ist sauber und wird frisch gefüllt. Della mit Karacho ins Wasser, untertauchen, danach durch den Schlamm und dann schmusen kommen. Auch später nutzt sie noch schnell den vollen Kübel, ein wenig Wassertreten und schon wieder weg. Weiter mit putzen, füttern, Wasser auffüllen.

Auch am Nachmittag dürfen die Hunde noch einmal in den Freilauf und trotz der Hitze springen und spielen sie. Einige können apportieren, einige beherrschen Sitz und Platz. Manche Langzeitinsassen kennen ihre Namen und kommen wenn sie gerufen werden. Oder auch nicht. Abends müssen alle Hunde zurück in die Zwinger und über Nacht dürfen jetzt Dexi und Bumbi raus. Bumbi reserviert sich sofort ein kühles Plätzchen und grinst.

Zurück ins Hotel, das Badezimmer steht unter Wasser. Jemand kommt schauen. Das Kondenswasser der Klimaanlage wird unsichtbar hinter dem Waschbecken durch einen Schlauch in einen Kübel abgeleitet. Der stand am falschen Ort. Es wird sofort geputzt und der Kübel wieder am richtigen Ort hingestellt.

Ivett muss noch zum Pferd fahren und Medikamente geben. Es geht ihm besser und er frisst viel. Danach gemeinsames Nachtessen und zurück ins Hotel.

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Reisebericht Tag 7 & 8

Heute ist Rückreise, wir haben einen 30-Stunden"tag" vor uns und genehmigen uns erst einmal reichlich ausschlafen. Duschen, packen, dann alle Papiere für den Zoll bereit machen,ein voller Ordner.
Noch einmal bei allen Hunden vorbei gehen und tschüss sagen. Hoffen, dass sie irgendwann einen Platz und ihre Menschen finden werden. 
In beiden Stationen werden die vermittelten Hunde bereit gemacht, passende Halsbänder und Geschirre gesucht. Die Chips werden bei allen Hunden nochmals kontrolliert

Um 18 Uhr gehts los auf die lange Fahrt. Immer noch sehr heiss, wir kommen gut voran. Nachtfahrt, alle Zollbeamten winken uns durch. Dann vor München ein längerer Halt, alle Hunde werden versäubert und sie erhalten Wasser und ein grosses Leckerli. Weiter, es wird langsam hell und nun regnet es in Strömen, ein Wolkenbruch, wir kommen nur noch langsam voran. 
Kurz vor 8 Uhr erreichen wir den Zoll, auch hier geht alles recht schnell und problemlos. 

Die Adoptanten erwarten uns und endlich dürfen die Hunde und Katzen aus den Boxen. Wir haben zwei alte Hunde dabei, Detti und Matthias, auch sie haben die Fahrt gut überstanden. Kurze Zeit später erhalten wir bereits die ersten Rückmeldungen und Fotos der Hunde im neuen Zuhause. Bus und Boxen putzen verschieben wir auf später. 
Endlich Zuhause werden wir von unseren eigenen Vierbeinern freudig begrüsst und sofort ausgiebigst beschnuppert. Ob sie sich wohl an den einen oder anderen Geruch erinnern? Noch wissen, dass sie auch einmal dort waren?
Ein herzliches Dankeschön an die Adoptanten, dass Sie sich für einen Tierschutz-Hund entschieden haben.

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© Hundehilfe Ungarn 2014