Reisebericht Grosseinsatz 27.3.2015 - 07.04.2015

 "Am 27 März ging es los zum Grosseinsatz in Ungarn. Endlich lernten wir, Neuen, das Hundehilfe Team kennen. Uns stellten sich während der ca 13 Stündigen Fahrt viele Fragen. Was erwartete uns vor Ort? Wir glaubten wir seien gefasst. In der Tötung angelangt erkundeten wir Stück für Stück das Areal, dabei überkam es uns, und die Tränen flossen.....Mitgefühl, Fassungslosigkeit und Freude die Hunde zu sehen mischten sich. Nachdem wir das Gesehene erst einmal sacken lassen mussten, ging es aber los. Das ganze Team war voller Tatendrang. Futter und Sachspenden wurden ausgeladen. Spaziergänge mit den Hunden wurden gemacht. Auch die allgemeine Fellpflege und das säubern der Boxen wurde erledigt. Der Tag war sehr eindrücklich für uns. Die Offenheit der Hunde trotz den schlechten Erfahrungen die sie machten, überraschte uns"

 "Heute teilte sich das Team. Während wir in der Tötung das Lager auf Vordermann brachten, und der Stationsleiterin beim Füttern und Säubern der Hunde halfen, ackerte das restliche Team auf dem neuen Tierheimgelände. Sie entfernten alte Zäune, entsorgten und sortierten Abfall, stapelten Steine und machten allgemeine Ordnung. Nach diesen Tagen ist es uns umso mehr bewusst wie wichtig diese Arbeit ist, und wir wollen mit der gleichen Motivation und Entschlossenheit wie die Teamleute weiterhin für ein besseres Leben der Hunde kämpfen. Von uns ein dickes Lob an all die Leute von der Hundehilfe-Ungarn welche jeden Tag mit so viel Herz und Leidenschaft dabei sind."

Heute blieb ein kleiner Teil in der Tötung um dort unterstützen zu können, der andere Teil konzentrierte sich heute auf den Grosseinsatz. Es wurde auf dem neuen Tierheimgelände aufgeräumt, abgerissen, geordnet und gesäubert. Durch den fast pausenlosen Einsatz konnte viel geschafft werden. Alle sind mächtig stolz dabei sein zu dürfen und können bereits zum jetzigen Zeitpunkt schon erahnen wofür all diese Mühe einmal sein wird.

Heute wurden in der Küche und im Bad die Fliesen entfernt, auch konnte bereits ein Teil des Daches abgedeckt und für den Neuaufbau vorbereitet werden. Der Zaun wurde ebenfalls demontiert und alle nicht brauchbaren Gegenstände zu Kleinholz verarbeitet. Es wurde bereits mehrere Mulden mit Abfall gefüllt und abtransportiert. Zum Schluss konnten auch noch die alten Ställe geräumt und für weitere Arbeiten vorbereitet werden. 

Auch die Hunde in der Tötung wurden nicht vergessen. Sie erhielten ein ganz besonderes Geschenk. Es wurde ein grosser langer Spaziergang mit allen Hunden organisiert. Einige der Hunde durften zum ersten Mal in ihrem Leben den Zwinger für einen grossen Spaziergang verlassen und erfahren was es heisst, für kurze Zeit die Tötung gegen ein, in unseren Augen  normales Hundeleben, zu tauschen.

© Hundehilfe Ungarn 2014