Reisebericht  07.02.14 - 10.02.14

von Bianca Durrer

Am Freitagabend 7.2.2014 war es wieder soweit und ein Teil unseres Teams machte sich in den frühen Abendstunden auf den Weg nach Ungarn. Unsere 2 Busse waren wie immer vollgepackt mit wichtigen Sachspenden, die vor Ort dringend gebraucht wurden. Die Hinfahrt verlief ohne Probleme und wir kamen in den frühen Morgenstunden in Bonyhad an. Wie immer bezogen wir in Windeseile unsere Zimmer und fingen sofort an, unsere Busse auszuladen und das ganze Material zu sortieren.

Es galt dieses mal all unsere Stationen mit Futter, Decken und sonstigen Sachspenden zu versorgen.
Wir freuten uns sehr über das Wiedersehen mit Marlou vom Gnadenhof Olivers, die ihre Sachspenden gleich selbst abholte und uns noch half, die restlichen Sachen alle zu sortieren.

Wir übergaben Marlou die Spendenpakete, die wir für sie erhalten haben und packten ihren Geländewagen bis unters Dach voll.

Danach ging es zu Melinda in die Tötung, Bonyhad. Auch da räumten wir unseren Bus erneut aus und konnten dank grosszügigen Spendern das Futterlager auffüllen. Viele Decken für die kalten Tage und weitere nützliche Sachspenden fanden so nun den Weg in die Station.

Am Nachmittag hatten wir unser langersehntes Treffen mit den zuständigen Personen von der Stadt, die uns hoffentlich schon einige Infos zum Bau des neuen Tierheimes in Bonyhad liefern konnten. Es kam leider alles etwas anders, denn der Bürgermeister, wie auch die Vize-Bürgermeisterin waren verhindert. Das hat uns sehr enttäuscht, denn wir haben uns lange und intensiv auf dieses sehr wichtige Gespräch vorbereitet.

Es wurde und glücklicherweise trotzdem noch ein Dame geschickt, mit der wir uns darüber unterhalten konnten, sie ist für den Gebäudebau in Bonyhad zuständig.

Gerne würden wir nun an dieser Stelle schreiben, dass alles geklärt ist und Bonyhad bald ein neues Tierheim hat und die Tötung der Vergangenheit angehört, doch leider können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keinerlei Informationen geben. Ende Februar ist eine Entscheidung geplant.

Wir bleiben dran, kämpfen weiter für unseren Traum und informieren weiter, wenn es Neuigkeiten gibt. Wir haben an diesem Tag auch die Stadt informiert, dass die grosse Kastrationsaktion eröffnet ist. Nach dem Gespräch machten wir uns erneut in die Tötung, um da noch die mitgebrachten Quarantäneboxen aufzustellen. Nun war es Zeit, endlich in die Pension zu fahren und nach einem feinen Abendessen in den wohlverdienten Schlaf zu fallen.

Am nächsten Morgen, es war bereits der Abreisetag hatten wir noch viel zu tun. Unsere Busse waren frisch geladen, noch mehr Futter war gekauft und so machten wir uns auf den Weg nach Kaposvar.

Das Wiedersehen mit Margit vom Tierheim Philip war herzlich und es freute uns sehr, dass wir auch ihr Futterlager wieder auffüllen und viele Warme Decken verteilen konnten.

Da kam auch schon der Besuch von einem sehr netten Paar aus der Schweiz, die ebenfalls in Ungarn unterwegs waren. Auch ihr Bus war mit viel Futter und Sachspenden gefüllt und galt es auszuladen.

Plötzlich noch mehr Besuch! J Die Verantwortlichen aus der Station in Nagyatad kamen schon den holpprigen Weg herangerollt, mit im Gepäck die kleine Briós, die uns in ihre neue Familie begleiten durfte.

Auch das Auto von den Nagyatadnern wurde gefüllt bis unter Dach….

Nun galt es, alle Boxen aufzubauen und ordentlich in unserem Bus zu sichern für die Glückpelze, die uns in die Schweiz begleiten durfte. Als das geschafft war, wurden die Hunde verladen und dann ging alles relativ schnell, da wir natürlich auch noch in Bonyhad die Hunde abholen mussten. Nach einer ausgiebigen Verabschiedung von Margit und allen Hunden, traten wir unseren „Heimweg“ nach Bonyhad an.

Dort warteten bereits einige Leute auf uns, die die Hunde brachten, die bis zum Transport auf Pflegestellen untergebracht waren.

Die Hunde wurden verladen, mit den Hunden aus Kaposvar nochmal Pippi gemacht. Wie jeden Monat kam dann die sehr emotionale Verabschiedung von Melinda und ihren Helfern und los ging die Fahrt zurück in die Schweiz.

Auch die Rückfahrt verlief mehr oder weniger ohne Probleme und wir kamen ziemlich genau zur Mittagszeit sehr übermüdet am Treffpunkt an, wo schon die neuen Adoptanten der Hunde ungeduldig warteten. Wir nahmen uns für die Übergabe sehr viel Zeit, um uns auch von unseren Mitfahrern zu verabschieden. Nun war es bald geschafft….

Alle Boxen wurden geschruppt und desinfiziert, der Bus rausgeputzt und das ganze Material wieder im Bus verstaut, um es danach in unser Lager zu fahren…..

 

© Hundehilfe Ungarn 2014