Nachdem erst gestern eine Mutterhündin mit zehn Welpen aufgenommen wurde, knallt es auf dem Lebenshof Bütyök von Betti schon wieder mit voller Wucht hinein. Die Lage spitzt sich dramatisch zu – ein Notfall jagt den nächsten, während die Kräfte längst am Limit sind. Gestern Abend wurde dort bis zum Einbruch der Dunkelheit gearbeitet, nur um all die neu angekommenen Tiere überhaupt noch irgendwie unterzubringen. Ein junges Husky-Mädchen wurde von einer Frau hilflos in einer Siedlung gefunden. Niemand wusste wohin mit ihr, also bat sie verzweifelt um Hilfe. Natürlich konnte man auch hier nicht wegsehen. Dann erreichte eine trächtige Katze vom Lidl-Parkplatz in Csurgó den Hof. Hungrig suchte sie nach Futter, erschöpft und schutzlos. Nun befindet sie sich in Sicherheit und wird versorgt. Als wäre das alles nicht genug, hat auch die Vogelsaison begonnen. Ein kleines Schleiereulenküken braucht bereits Hilfe und intensive Betreuung. Gleichzeitig ist schon der nächste Hund unterwegs – ein weiteres Tier in Not, das dringend Schutz braucht. Besonders erschütternd ist das Schicksal eines schwarzen Katers. Er wurde von einem Schüler misshandelt und erlitt schwere Verletzungen an den Beinen. Wieder einmal muss ein unschuldiges Tier die Grausamkeit von Menschen ausbaden. Auf dem Lebenshof reißen die Notfälle nicht ab. Während immer neue Tiere gebracht werden, kämpfen Betti und ihr Team bis zur völligen Erschöpfung weiter – weil sie wissen, dass jedes einzelne Leben zählt.