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Es ist einfach nicht zu fassen! Kaum war am gestrigen Abend die kleine Katzenfamilie endlich auf dem Lebenshof angekommen, versorgt, gefüttert und in Sicherheit, kehrte noch lange keine Ruhe ein. Während Betti eigentlich nur kurz durchatmen wollte, erreichte sie bereits der nächste Notruf.

Am Strassenrand wurden wieder ausgesetzte Welpen gefunden. Der Finder berichtete erschüttert, dass bereits vor einigen Tagen dort drei Babys entdeckt wurden und heute noch zwei weitere Babys dazu kamen. Vieles deutet darauf hin, dass es sich um zwei verschiedene Würfe handelt, die auf grausame Weise ihrem Schicksal überlassen wurden. Doch einfach auf den Schutzhof bringen konnten sie die Welpen nicht. Zu gross ist die Sorge um Mázli und ihre eigenen Babys, die sich ebenfalls auf dem Lebenshof Bütyök befinden. Niemand weiss, ob die neuen Welpen möglicherweise Krankheiten in sich tragen. Also musste innerhalb kürzester Zeit wieder mal eine Lösung gefunden werden.

Und so entstand noch in derselben Nacht ein kleines Notlager, um den zwei Findlingen Schutz und Sicherheit zu geben. Die Welpen durften in den Pferdestall einziehen, dort, wo normalerweise die Pferde von Barbi überwintern. Nun ist dieser Ort für die nächste Zeit ihr sicherer Hafen. Dort können sie endlich zur Ruhe kommen, schlafen, fressen und langsam begreifen, dass ihnen niemand mehr etwas antun wird.
Besonders das kleinste Baby zerreißt einem das Herz! Nicht einmal ein Kilogramm bringt es auf die Waage. Zerbrechlich, schwach und viel zu klein für all das, was es bereits erleben musste. Der andere Welpe ist etwas grösser, doch auch er ist gerade einmal schätzungsweise zwei Monate alt und eigentlich noch viel zu jung, um ohne seine Mama ums Überleben kämpfen zu müssen.

Wieder einmal zeigt sich, wie wichtig jeder einzelne Platz, jede helfende Hand und jede Unterstützung für den Lebenshof ist. Denn während andere schlafen, kämpfen Betti und Barbi mitten in der Nacht darum, dass diese kleinen Leben überhaupt eine Chance bekommen. Die Umstände werden immer schwieriger und die Nerven liegen nicht nur blank, sondern sind kurz davor zu zerreissen.
Jeden Tag kämpfen wir gegen neues Tierleid an, versuchen zu retten und jede erdenkliche Hilfe zu geben und trotzdem scheint es niemals aufzuhören. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen!