ES NIMMT EINFACH KEIN ENDE …
Vier Hunde an nur einem einzigen Tag. Vier weitere Schicksale, für die irgendwo noch ein Platz gefunden werden muss – obwohl auf dem Lebenshof von Betti eigentlich längst kein Platz mehr ist.
Mittlerweile wird beinahe jede freie Ecke genutzt. Überall sind Tiere untergebracht, die gefunden, ausgesetzt oder einfach ihrem Schicksal überlassen wurden. Und trotzdem kommen immer weitere dazu.
Die beiden schwarzen Hunde wurden ganz in der Nähe von Kaszó von Jägern im Wald gefunden. Zum Glück besteht Hoffnung, dass sie in etwa einer Woche von einem anderen ungarischen Tierschutzverein übernommen werden können.
Und dann sind da noch die beiden Kleinen…Sie liefen bei Kutas im Dunkeln zwischen den fahrenden Autos herum. Zwei kleine Hunde, völlig auf sich allein gestellt. Man möchte sich kaum vorstellen, wie diese Geschichte hätte enden können. Mit jedem geretteten Tier kommt auch die nächste grosse Frage:
Wie soll das alles noch weitergehen?
Wieder wird zusammengerückt.
Wieder wird irgendwo ein Plätzchen geschaffen.
Wieder braucht es Futter, Impfungen, Untersuchungen, Medikamente und tierärztliche Versorgung.
Und diese Belastung endet nicht an den Toren des Lebenshofes.
Denn auch wir als unterstützender Verein versuchen mit aller Kraft, Betti und den Lebenshof aufzufangen und mitzutragen. Doch auch unsere Möglichkeiten sind nicht grenzenlos. Hinter jedem neuen Tier stehen nicht nur Sorgen und Verantwortung, sondern auch Kosten – und bei der Masse an Notfällen summiert sich alles schneller, als man überhaupt reagieren kann.
Manchmal wissen auch wir schlicht nicht mehr, wie wir all das noch auffangen sollen.
Und trotzdem kann Betti nicht an zwei kleinen Hunden vorbeifahren, die nachts zwischen Autos um ihr Leben laufen. Sie kann Hunde, die allein im Wald gefunden werden, nicht einfach ihrem Schicksal überlassen.
Also geht es weiter. Irgendwie. Tag für Tag. Tier für Tier.
Heute sind es wieder vier Leben, die nicht übersehen wurden.
Und während wir versuchen, für diese vier alles Nötige zu organisieren, bleibt diese bedrückende Gewissheit: Der nächste Hilferuf wird kommen.