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Tag 1 – und wir sind direkt mittendrin statt nur dabei.

Unser erster Tag in der Villa Wuff begann ganz klassisch: Ankommen, durchatmen… und erstmal alle Zwei- und Vierbeiner herzlich begrüßen. 
Danach ging’s ohne große Umschweife an die Arbeit, der Glücksbus wollte schließlich erleichtert werden. Also wurde ausgeladen, geschleppt, sortiert, eingeräumt… Futter hierhin, Spenden dorthin und plötzlich war aus Chaos wieder Ordnung geworden (naja, zumindest größtenteils).

Ein ganz besonderer Moment folgte dann, als Julia, die Hundetrainerin, ins Tierheim kam und wir gemeinsam mit den sogenannten „Friedhofshunden“ einen kleinen Spaziergang gemacht haben. Ein Erlebnis, das uns definitiv noch lange im Herzen bleiben wird – dazu erzählen wir euch bald noch mehr. 

Nebenbei wurden 26 Thuja-Pflanzen vor dem Tierheim gesetzt (ja, wir können jetzt auch offiziell Gartenbau) und wir haben gezielt Hunde herausgeholt, um fleißig Fotos und Videos für unsere Homepage zu sammeln.
Das alles in wunderbarer, herzlicher Zusammenarbeit mit den Mädels von der Hundehilfe Taia.  Morgen ziehen sie für ein paar Tage weiter in ihre eigenen Stationen, die sie betreuen. Natürlich haben wir sie nicht ohne eine kleine Portion Hundefutter im Gepäck ziehen lassen. 
Ein voller, schöner erster Tag – und wir sind gespannt, was noch kommt!

 

 

Tag 2 in der Villa Wuff – Sonne im Gesicht und Hunde im Herzen

Heute hat uns Ungarn mit bestem Wetter beschenkt – T-Shirt statt Jacke, und das im März! Den Start in den Tag haben wir noch ganz fleissig am Hundeschwimmteich verbracht und ein paar Pflanzen gesetzt, bevor es dann endlich zu dem ging, worauf wir uns am meisten gefreut haben: unsere Hunde.

Wir durften einige von ihnen mit auf schöne Spaziergänge nehmen – raus aus dem Tierheimalltag, rein ins Schnüffelabenteuer. Für uns jedes Mal etwas ganz Besonderes, einfach Zeit mit ihnen zu verbringen, ihre Freude zu sehen und gemeinsam die kleinen Momente zu geniessen.
Zwischendurch haben wir mit unseren Freunden vor Ort ein richtig leckeres Mittagessen genossen – bei bester Stimmung, viel Lachen und einfach einer rundum harmonischen Atmosphäre. Und ja… wir hatten großen Spass. Die Hunde auch. Für unser Team war es heute einfach ein rundum schöner, leichter und sehr, sehr herzlicher Tag.

 

 

Tag 3 in Ungarn – zwischen Realität und kleinen Glücksmomenten

Auch den heutigen Tag haben wir wieder in unserem Tierheim, der Villa Wuff, verbracht – und er stand ganz im Zeichen unserer Hunde.
Wir durften viele weitere Hunde mit auf Spaziergänge nehmen, gemeinsam die Wege erkunden, schnüffeln, durchatmen… einfach mal raus aus dem Alltag. Für uns sind das diese leisen, wertvollen Momente, die so viel bedeuten. Und so viel sei gesagt: Unser Tagesziel von 10.000 Schritten… haben wir heute vermutlich schon für die ganze Woche erledigt.

Und dabei wird es uns immer wieder so bewusst: Was für unglaublich tolle Hunde hier auf ihre Chance warten. Wirklich besondere Seelen. So viele von ihnen sitzen schon so lange hier – Langzeitinsassen, bei denen wir einfach nicht verstehen können, warum sie noch nicht gesehen wurden.

Bitte: Adopt, don’t shop. Schaut auf unsere Homepage – dort warten so viele wundervolle Hunde darauf, endlich ihre Familie zu finden. Denn ja – wir erleben hier in Ungarn auch eine andere Seite. Viel Leid, viele schwere Schicksale, Geschichten, die einen nicht kalt lassen. Tage, die uns fordern, manchmal auch an unsere Grenzen bringen. Und genau deshalb sind solche Tage wie heute etwas ganz Besonderes.
Keine schlimmen Zwischenfälle, keine Dramen – einfach Zeit. Zeit für die Hunde, Zeit füreinander, Zeit zum Durchatmen. Für unser Team ist das eine unglaublich schöne und wichtige Abwechslung, die wir von Herzen geniessen.

Und auch in der Villa Wuff tut sich einiges: In der Quarantänestation wird aktuell gebaut und erweitert – es wird betoniert und neue Zwinger entstehen. Eine externe Firma war heute bereits fleissig vor Ort.
Zum Abschluss des Tages haben wir noch Futter im Futterhaus besorgt, denn morgen früh geht es weiter nach Tamási ins Tierheim.
Ein Tag, der uns wieder gezeigt hat, wie viel Herz hier jeden Tag steckt – und wie sehr sich jede einzelne Chance lohnt.

 

 

Tag 4 in Ungarn – unterwegs zwischen Welpen, Futter und Feierabendglück

Unser Tag startete heute früh mit einem Abstecher ins Tierheim in Tamási: Spenden abladen und – ganz wichtig – unsere vier kleinen Welpenschätze ins Rampenlicht bringen. Ja, richtig gehört: Fotoshooting-Time! Und wir sind uns ziemlich sicher… sie haben das besser gemacht als wir. Viel Zeit blieb nicht, denn danach ging’s direkt wieder zurück Richtung Bonyhád – natürlich nicht ohne einen Zwischenstopp im Futterladen. Der Glücksbus wollte schliesslich nochmal ordentlich nachgefüllt werden.

Zurück in der Villa Wuff haben wir noch ein, zwei Stunden mit angepackt: In der Quarantänestation wird fleissig weitergebaut und auch zwei neue Zwinger wurden vorbereitet und mit Sand befüllt. Es tut sich was!

Am Abend hiess es dann wieder: zurück nach Tamási – aber diesmal ganz entspannt. Gemeinsam mit unseren Freunden vom Tierheim haben wir den Tag bei einem gemütlichen Abendessen ausklingen lassen. Ein Tag voller kleiner Wege, grosser Pfotenmomente und ganz viel Herz.

 

 

Tag 5 in Ungarn – ein kleiner Abschied auf Zeit

Den heutigen Tag haben wir noch einmal ganz bewusst in unserer Villa Wuff verbracht. Ein letztes Mal für diese Woche durften wir „unsere“ Hunde ins Rampenlicht stellen, Fotos machen, Zeit schenken und bei den alltäglichen Arbeiten rund ums Tierheim und die Versorgung mithelfen.
Und das Ganze… bei bitterkaltem, sehr nassem Wetter. Es hat wirklich den ganzen Tag geregnet – wir waren also eher Team „durchgeweicht, leicht durchgefroren, aber glücklich“.

Sagen wir mal so: Die Frisur sass nicht mehr, aber das Herz war voll. Zwischendurch gab es mit unseren Freunden vor Ort noch ein unglaublich leckeres Mittagessen – genau das Richtige, um sich wieder aufzuwärmen. Mit viel Lachen, schönen Gesprächen und dieser besonderen, vertrauten Stimmung, die man am liebsten einpacken und mit nach Hause nehmen würde.

Am Abend ist auch unsere deutsche Partnerorganisation, die Hundehilfe Taia, wieder zu uns gestossen. Es gab viel zu besprechen, viele Gedanken auszutauschen und gemeinsame Pläne zu schmieden – ein bisschen wie ein grosses, herzliches Teammeeting mit ganz viel Herz.
Morgen geht es dann zusammen weiter nach Nagyatád – zum Lebenshof und ins Tierheim, um Spenden zu übergeben und wieder einige Tiere vor die Linse zu bekommen.

Und auch wenn wir wissen, dass wir am Sonntagabend noch einmal nach Bonyhád zurückkommen, um unsere reisenden Hunde und die Katze abzuholen – heute war trotzdem ein kleiner, leiser Abschied.
Von unseren Hunden. Von diesem Ort. Von all den Momenten, die bleiben.

 

 

Tag 6 in Ungarn – zwischen gebrochenem Herz und grosser Dankbarkeit

Heute Morgen haben wir uns früh auf den Weg nach Nagyatád gemacht. Unsere erste Station: der Lebenshof Bütyök. Wie immer wurden wir unglaublich herzlich empfangen. Nach einer grossen Begrüssungsrunde mit all den Tieren – und ja, es sind wirklich einige - durften wir heute auch endlich Charlie kennenlernen. Und was sollen wir sagen… es hat uns das Herz gebrochen.
Charlie, über den wir bereits berichtet haben, stand heute vor uns. Ein Hund, der so viel durchgemacht hat. Es geht ihm den Umständen entsprechend schon etwas besser – aber wenn man weiss, dass er dem Verhungern und dem Tod so nah war, lässt einen das nicht los. Man sieht es ihm an, man fühlt es.

Und gleichzeitig ist da diese grosse Bewunderung für die Menschen vor Ort, die alles geben, damit genau solche Hunde wieder eine Chance bekommen. Zwischendurch wurden wir zu einem ganz wunderbaren Mittagessen eingeladen – Betty hat für uns gekocht, mit so viel Herzlichkeit, dass es nicht nur den Magen, sondern auch die Seele gewärmt hat.

Jetzt geht es für uns weiter ins Tierheim nach Nagyatád. Ein Tag voller Emotionen – schwer und schön zugleich.

 

 

Tag 6 – der Nachmittag in Nagyatád 

Am Nachmittag ging es für uns gemeinsam mit der Hundehilfe Taia weiter ins Tierheim nach Nagyatád.
Auch hier haben wir wieder viele unserer liebenswerten Hunde vor die Linse bekommen – kleine Schnappschüsse, die hoffentlich genau das zeigen, was sie sind: wundervolle Seelen auf der Suche nach ihrem Zuhause. 
Denn auch hier warten so unendlich viele tolle Hunde. Sie warten – Tag für Tag – darauf, endlich gesehen zu werden. Auf den einen Menschen, der sagt: „Genau dich meine ich.“  Natürlich haben wir auch hier Sachspenden übergeben und den gesamten Nachmittag vor Ort verbracht – mittendrin, statt nur dabei.
Jetzt sind wir zurück in unserer Pension. Der Tag klingt langsam aus, aber unsere Gedanken noch lange nicht. Es gibt viel zu besprechen, viel zu verarbeiten – und das tun wir jetzt bei einem leckeren Abendessen.  Denn morgen wartet schon unser letzter Tag hier in Ungarn auf uns… und ein weiterer Besuch im Tierheim in Tamási. Ein langer, emotionaler Tag geht zu Ende. 

 

 

Tag 7 in Ungarn – Abschied, Kofferchaos und ganz viel Herz

Und plötzlich ist er da… der Abreisetag.
Egal ob drei Tage, eine Woche oder länger – die Zeit hier vergeht einfach immer viel zu schnell.
Heute Morgen ging es für uns noch einmal ins Tierheim nach Tamási. Und wie so oft: Es gab bereits wieder Neuzugänge. Neue Gesichter, neue Geschichten… und natürlich mussten auch sie noch vor die Linse und in unsere Herzen.

Am Nachmittag hiess es dann: Koffer packen. Wobei… „packen“ ist vielleicht etwas zu ordentlich ausgedrückt. Eher: Alles rein, Reissverschluss zu und zuhause wird’s dann schon irgendwie wieder sauber.

Nach Tagen voller Regen, Kälte und Matsch (mit ein paar sonnigen Ausnahmen) war klar: Diese Wäsche hat Geschichten zu erzählen.
Ein bisschen ausruhen, einen doppelten Espresso – und dann ging es ein letztes Mal in unsere Villa Wuff. Dort trafen sich heute alle Stationen, um uns unsere Glückspilze zu übergeben – die kleinen Seelen, die mit uns in die Schweiz reisen dürfen.

Dieses Mal sind es sechs Hunde und eine Katze. Sechs plus eins kleine Happy Ends… und wir freuen uns riesig auf die gemeinsame Reise. Die Rückfahrt wird lang und anstrengend – aber sie führt in ein neues Leben. Zum Abschluss möchten wir von Herzen unserer Partnerorganisation, der Hundehilfe Taia, danken. Danke für die gemeinsame Zeit, den Austausch, die Unterstützung und all die schönen Momente. Wir freuen uns auf alles, was noch kommt – auf weitere Projekte, Zusammenarbeit und viele gemeinsame Wege. Ein Stück der Rückreise werden wir noch gemeinsam unterwegs sein, bis sich unsere Wege trennen. Und wir? Wir melden uns morgen wieder bei euch – mit den ersten Happy-End-Geschichten.

Ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

 

 

Ankunft in der Schweiz – müde, glücklich und mit einem Lächeln

Nach einer langen, anstrengenden Nachtfahrt sind wir heute in den frühen Morgenstunden in der Schweiz angekommen. Mit an Bord: sieben wundervolle Seelen – sechs Hunde und eine Katze. Und wir sind einfach nur stolz, wie tapfer und ruhig sie diese Reise gemeistert haben.

Vier Hunde durften direkt in ihre Familien ziehen, zwei Hunde und die Katze haben liebevolle Pflegestellen gefunden. Und wir sind überzeugt: Jeder einzelne ist ein absoluter Glücksgriff.

Liebe Adoptanten – gebt euch und euren neuen Familienmitgliedern Zeit, Geduld und ganz viel Herz. Es lohnt sich. Ein herzliches Dankeschön auch an die Adoptantenfamilie von Finja für das liebevolle Willkommensgeschenk – das hat uns wirklich berührt.

Und wir? Wir sind irgendwo zwischen hundemüde und überglücklich… Jetzt geht’s nach Hause – ins Bett. Und zur Dreckwäsche. Ganz viel Dreckwäsche. Sieben neue Leben starten – und genau dafür machen wir das.