
16. - 19. Oktober 2026
UNGARN, WIR KOMMEN! IRGENDWANN. VIELLEICHT.
Heute Morgen sind wir voller Tatendrang zu unserer nächsten Tierschutzreise nach Ungarn aufgebrochen.
Und was sollen wir sagen? Es läuft. Also die Zeit. Sonst eher wenig. Stau. Baustelle. Stau. Noch eine Baustelle. Wieder Stau.
Langsam fragen wir uns, ob die Autobahn überhaupt noch irgendwo aus Strasse besteht oder nur noch aus Absperrungen und orangefarbenen Hütchen.
Die Stimmung im Glücksbus? Sagen wir mal so: Die ersten Gespräche waren noch freundlich. Inzwischen überlegt vermutlich jeder, wen man an der nächsten Raststätte unauffällig zurücklassen könnte.
Die Kilometer ziehen sich wie Kaugummi, das Sitzfleisch hat längst gekündigt und unser Ziel liegt irgendwo zwischen «noch ewig» und «sind wir eigentlich irgendwann da?».
Aber hey, wir sind die Hundehilfe Ungarn. Aufgeben ist keine Option. Höchstens jemanden aussetzen. Natürlich nur aus dem eigenen Team. Fortsetzung folgt. Vorausgesetzt, wir kommen irgendwann an.
Tag 1 – Müde Knochen, volle Hände und ganz viel Herz!
Es gibt diese Momente, in denen man plötzlich wieder ganz genau weiss, warum man all die Strapazen auf sich nimmt. Wenn man nach einer langen Reise endlich wieder vor den Hunden steht, in ihre Augen schaut und spürt, dass jede einzelne Stunde unterwegs es wert war. Die Müdigkeit ist nicht verschwunden, die über 16 Stunden Fahrt stecken uns noch ordentlich in den Knochen. Aber das Herz ist längst wieder mitten im Geschehen.
Unser erster Tag führte uns in die Villa Wuff, wo uns neben vielen bekannten Fellnasen auch einige Neuzugänge erwarteten. Natürlich wurde auch unser Glücksbus um einiges leichter. Futter, Hilfsgüter und jede Menge dringend benötigtes Material wechselten den Besitzer. Dazwischen blieb Zeit für die Hunde, fürs Kennenlernen, Beobachten, Fotografieren und all das, was sich eben nicht von der Schweiz aus erledigen lässt.
Und weil Futter bekanntlich nicht auf Bäumen wächst, ging es am Abend noch auf eine kleine Einkaufstour. Schliesslich wollen auch unsere anderen Stationen versorgt sein.
Feierabend? Netter Gedanke. Jetzt warten noch unzählige Fotos und Videos darauf, sortiert und bearbeitet zu werden.
Allzu spät darf es trotzdem nicht werden, denn morgen geht es früh weiter nach Nagyatád ins Tierheim und anschliessend zum Lebenshof Bütyök.
Ein ganz normaler Tag bei der Hundehilfe Ungarn. Nur dass bei uns «normal» meistens ziemlich viel Arbeit bedeutet.
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TAG 2 – Zwischen Hoffnung, Herzschmerz und ganz viel Tierschutzarbeit.
Seit vielen Jahren erleben wir auf unseren Tierschutzreisen dieselbe bittere Realität: Das Tierleid nimmt kein Ende, die Not ist riesig und die Verantwortung, die wir als Hundehilfe Ungarn mittragen, wird nicht kleiner. Auch heute wurden wir wieder mit genau dieser Realität konfrontiert.
Früh morgens ging es für unser Vereinsteam ins Tierheim Nagyatád. Mit im Gepäck: dringend benötigte Sachspenden und jede Menge Arbeit. Wir haben Hilfsgüter übergeben, zahlreiche Neuzugänge kennengelernt, fotografiert und dokumentiert, damit diese Hunde gesehen werden und eine Chance auf ein Zuhause bekommen. Wieder waren es viel zu viele.
Ein Moment hat uns besonders berührt. Eines unserer Vereinsmitglieder zog sich mit einer jungen Hündin in einen ruhigen Raum zurück. Kaum angekuschelt, schlief sie tief und fest ein. Ein Augenblick voller Vertrauen, der uns gleichzeitig glücklich und traurig machte. Als hätte jemand für einen Moment die Welt auf leise gestellt. Denn bei so vielen Hunden bleibt für solche Momente der Ruhe und ungeteilten Aufmerksamkeit einfach viel zu wenig bis keine Zeit.
Nach dem Tierheimbesuch ging es weiter zum Lebenshof Bütyök. Auch dort konnten wir mit zahlreichen Sachspenden unterstützen, Zeit mit den vielen Tieren verbringen und ein unglaublich leckeres Essen geniessen.
Solche Tage zeigen, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen unserem Verein und den Tierschützern vor Ort ist. Sie leisten täglich Enormes. Wir unterstützen sie mit Futter, Hilfsgütern, finanzieller Entlastung bei den laufenden Kosten, Vermittlungsarbeit und persönlichem Einsatz. Denn Tierschutz braucht nicht nur Herzblut, sondern auch Menschen, die Verantwortung übernehmen und die finanziellen Lasten mittragen.
Das Tierleid ist gross. Die Zahl der Hunde, die Hilfe brauchen, erschreckend. Und genau deshalb dürfen wir nicht nachlassen.
Danke an alle, die unsere Vereinsarbeit möglich machen, uns unterstützen, unsere Beiträge teilen und auch kommentieren. Auch eure Unterstützung ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit.
Adopt, don't shop!
Tierheim Nagyatad:
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Lebenshof Bütyök:
TAG 3 – Abreisetag. Von wegen Feierabend!
Auch am letzten Tag wurde nicht lange gefackelt! Früh morgens ging es ins Tierheim Tamási, wo unser Glücksbus endgültig komplett entladen wurde. Sachspenden und wichtige Hilfsgüter übergeben, vieles besprochen, neue Hunde aufgenommen und zwischendurch noch unglaublich lecker gegessen.
Danach ein letzter Besuch in der Villa Wuff. Und natürlich war gestern Abend schon wieder ein neuer Hund eingezogen. Also nochmals Kamera raus, bevor das grosse Verabschieden begann.
Während wir nach Hause fahren, geht die Arbeit für unsere Tierschützer vor Ort unermüdlich weiter.
Heute gibt es nur wenige Fotos, denn wir haben hauptsächlich Videos gedreht. Die paar Bilder von zwischendurch möchten wir euch trotzdem nicht vorenthalten.
Jetzt sind wir auf dem Heimweg! Drei intensive Tage liegen hinter uns, und wir hoffen inständig, dass uns diesmal eine 16-Stunden-Fahrt erspart bleibt.
Drückt uns die Daumen! Ungarn, wir kommen wieder!
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